Lektion 4: Die besten Karten zum Beenden


| Spiele Palast 0
Lektion 4: Die besten Karten zum Beenden

Wenn du beim Mau-Mau nur noch zwei Karten auf der Hand hast, wird es noch einmal spannend. Vor allem die Ansage „Mau“, bevor du deine vorletzte Karte abwirfst, darf nicht fehlen. Wenn dieser Fallstrick genommen ist, muss die letzte Karte sitzen, sonst kann es nach hinten losgehen. Die Planung dafür geht aber schon früher los. Wenn du darüber mehr lesen willst, bist du hier genau richtig.


Du hast dich bis zur letzten Karte durchgeschlagen. Alle Augen sind auf dich gerichtet, die Spannung ist kaum in Worte zu fassen, die Luft kann man schneiden und dicke Schweißperlen laufen deine Stirn herunter. Leider hast du dir nicht schon in deinen vorigen Zügen die Frage gestellt, ob das, was du da auf der Hand behältst, auch wirklich zum Beenden geeignet ist. Und es kam, wie es kommen musste: Da liegt eine Sieben!

Lieber nicht: die Sieben

Falls das aus unserer nachgestellten Szene nicht klar wurde: Eine Sieben als letzte Karte bringt meistens nur deinen Gegnern etwas. Die einzige Ausnahme ist, wenn du dir 100 % sicher bist, dass bereits alle anderen Siebenen gelegt wurden und der Ablegestapel seitdem nicht wieder zum Ziehstapel gemischt wurde.

In jedem anderen Fall wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit ordentlich ziehen dürfen. Wenn die Siebenen noch nicht aufgetaucht sind, müssen sie ja irgendwo sein, zum Beispiel in den Händen deiner Mitspieler. Und wenn auf deine Sieben nun die anderen folgen, könnte die Ziehstrafe bis zu dir herumgereicht werden.

Mau-Mau-Spielfeld - sechs ziehen
Du hast die Herz-Sieben gespielt. Leider konnten deine Mitspieler mit ihren Siebenen abwehren, sodass du jetzt sechs Karten ziehen musst.

Je nach Mitspielerzahl musst du dann vier bis acht Karten aufnehmen. Hat in diesem Kreislauf einer deiner Mitspieler seine letzte Karte spielen können, hast du nun saftige Strafpunkte geerntet.

Damit du deine Sieben überhaupt legen kannst, muss außerdem die zu bedienende Farbe passen. Unterm Strich ist das also wirklich nicht die sicherste Nummer.

Mau-Mau-Spielfeld - eine Karte ziehen
So bleibst du auf der Herz-Sieben sitzen, weil du weder die Sechs noch Kreuz bedienen kannst. Also musst du ziehen.

Die Reihenfolge machts

Wenn du natürlich das Glück hast, dass deine vorletzte Karte auch schon eine Sieben ist, ist dieser Hinweis egal, da kann dir auch das Herumreichen der Ziehstrafe nicht mehr in die Quere kommen. Aber durch Effekte wie Aussetzen oder Bedienwünsche kann sich die Reihenfolge eurer Züge oder Kartenlage immer wieder ändern. Also verlass dich nicht zu sehr auf eure Sitzreihenfolge.

Mau-Mau-Spielfeld - Aussetzen
Egal, ob du sie bedienen könntest – eine Acht lässt dich aussetzen. Und du kannst nur hoffen, dass deine Mitspieler nicht bedienen können, bis du wieder an der Reihe bist.

Vorausschauend spielen

So viele Wendungen Mau-Mau auch haben kann, du kannst immer versuchen, Gefahr einzudämmen. Und zwar von Anfang an. Natürlich wirst du im Lauf des Spiels deine Taktik immer wieder anpassen müssen – daher kommen ja auch der Spaß und die Spannung dabei!

Wenn du mehrere, aber nicht alle Siebenen auf der Hand hast, kannst du im Lauf des Spiels eine ablegen, um deinen Mitspielern ihre Siebenen zu entlocken. Solange der Ziehstapel nicht geleert wird, bist du dann auch mit der Sieben als letzte Karte sicher.

Mau-Mau-Spielfeld - Sieben weiterreichen
Hier ging der Plan auf: Du hast eine Sieben gespielt und die anderen beiden lagen bei deinen Mitspielern. So kannst du mit der letzten Sieben sicher bedienen und gewinnst!

Aber da die Siebenen so riskant sind, lohnt es sich natürlich noch mehr, die anderen Optionen anzusehen. Denn je nach Möglichkeit kannst du dir vielleicht eine gute Karte fürs finale Ablegen aufbewahren.

Glücksfall Bube

Die absolute Traumkarte zum Beenden ist natürlich ein Bube. Wenn du schon drei Karten vor dem Ende merkst, das du einen Buben dabei hast, aber nicht spielen musst, gibt dir das bis zum Ende eine große Sicherheit. Denn was auch immer deine Mitspieler zum Bedienen ablegen, du kannst in auf jeden Fall den Buben drauflegen und bist frei.

Spielfeld - Mau-Mau!
Auch hier hat weder der Rang noch die Farbe deines Pik-Buben zur Herz-Sechs gepasst. Das ist dem Buben aber egal, er funktioniert fast immer!

Das kann nur schiefgehen, wenn dir eine andere Effektkarte zuvorkommt. Eine Sieben kannst du nicht mit einem Buben abwehren, eine Acht kannst du so auch nicht vermeiden und Bube auf Bube stinkt.

All das kann dir wiederum zugutekommen, wenn ein Mitspieler beenden könnte, du aber noch mehrere Karten hältst. Lass ihn aussetzen oder brems ihn mit einem Farbwunsch aus, den er wahrscheinlich nicht bedienen kann. Bei Letzterem würdest du deinen Buben zwar opfern, aber er wäre sicherlich gut eingesetzt.

Denn auch als vorletzte Karte eignet sich ein Bube. Damit kannst du eine Farbe wünschen, die du für deine eigentliche letzte Karte brauchst. Je nach Mitspielerzahl und bis dahin abgelegten Karten kommt dieser Wunsch relativ wahrscheinlich wieder bei dir an.

Mit dem Rest arbeiten

Sollte dich das Glück nicht mit einem Buben segnen, empfiehlt es sich generell, Karten mit niedriger Wertigkeit auf der Hand zu haben. Du erinnerst dich noch daran, welche man zuerst ausspielen sollte? Eine Auffrischung gibt es in unserer ersten Mau-Mau-Lektion. Denn so hast du, selbst wenn du am Ende nicht gewinnen solltest, nur eine 8 oder 9 auf der Hand und dir werden nicht so viele Punkte abgezogen wie beispielsweise bei einem Ass.

Nau-Mau-Anzeige - verlorene Runde
In dieser Auswertung siehst du, dass dir die Werte deiner übrigen Handkarten abgezogen werden. Der gleiche Wert wird dem Sieger gutgeschrieben. Also lohnt es sich doppelt, diesen Wert gering zu halten.

Immer ans „Mau“ denken

Hier schließen wir den Kreis. Denn ohne diesen wichtigen Schritt wirst du die letzte Karte niemals erreichen. Wenn du noch zwei Karten auf der Hand hast, am Zug bist und eine Karte legen willst, sag vorher unbedingt „Mau“ an!

Mau-Mau-Spielfeld - Strafkarten wegen Mau
Hier wurde leider vergessen, auf die „Mau“-Schaltfläche zu klicken, bevor die vorletzte Karte gelegt wurde. So wandern zwei Strafkarten in die Hand.

Andernfalls freuen sich deine Mitspieler, denn du musst nun zwei Strafkarten aufnehmen. Und mit drei Handkarten bist du ihnen nun vermutlich alles andere als weit voraus. Da Mau-Mau ein sehr dynamisches Spiel ist, bei dem sich innerhalb von ein bis zwei Ablegedruchgängen die Kraftverhältnisse komplett ändern können, kann dich ein solcher Fehler leicht den Sieg kosten.


Wenn du noch mehr übers Mau-Mau-Spiel erfahren möchtest, findest du unser gesammeltes Material in der Mau-Mau-Schule. Wenn du endlich spielen willst, nur zu. Auf in den Mau-Mau Palast!