Lektion 1: Was spiele ich zuerst?


| Spiele Palast 0
Lektion 1: Was spiele ich zuerst?

Hallo und Willkommen zu unserer Mau-Mau-Lektionsreihe. Hier könnt ihr euch über Mau-Mau-Strategien belesen und nebenbei ein paar Grundlagen auffrischen. Ihr habt dieses Spiel noch nie gespielt und seid bei jeder Schulhof-Runde demonstrativ weggegangen? Ihr habt Erfahrung und wollt ein paar Kniffe lernen oder ihr seid alte Hasen, die mal schauen wollen, ob wir es überhaupt drauf haben? Egal wo ihr euch wiederfindet, hier seid ihr genau richtig. Falls ihr auf unbekannte Begriffe stoßt, nutzt unser Mau-Mau-Glossar. Und schaut auch gern in unsere Mau-Mau-Anleitung, um euch über den gesamten Spielverlauf zu informieren.


Die Karten bei Mau-Mau

In der Regel wird Mau-Mau mit 32 Karten des französischen Blattes gespielt. Das heißt, es gibt die Ränge Sieben, Acht, Neun, Zehn, Bube, Dame, König und Ass jeweils in den vier Farben Kreuz, Pik, Herz und Karo.

Am Anfang jeder Mau-Mau-Runde bekommen alle Mitspieler 5 Handkarten. Bei Mau-Mau kannst du eine Karte abwerfen, wenn sie in Farbe oder Rang zu der zuletzt Abgelegten passt. Falls du keine passende Karte auf der Hand hast, musst du eine Karte ziehen. Sollte jemand anderes das Spiel beenden, bekommst du für deine übrigen Handkarten Minuspunkte.

KartenrangSiebenAchtNeunZehnBubeDameKönigAss
Punktzahl7891020101011

Schauen wir uns also an, wie du deine Handkarten möglichst effektiv einsetzt und hohe Minuspunkte vermeidest.

Reguläre Karten

Übersicht Standardkarten beim Mau-Mau
Das sind alle Mau-Mau-Karten ohne Effekte nach Rang gruppiert.

Diese Karten sind nur zum Ablegen und Punkteverteilen, wenn am Rundenende ausgezählt wird. Wahrscheinlich wirst du einige reguläre Karten in deiner Starthand haben. Dabei geht um die Neun, Zehn, Dame, König und Ass.

Effektkarten

Effektkarten in unserem Grundspiel sind die Sieben, Acht und der Bube. Durch Sonderregeln können noch weitere Karten mit Effekten belegt werden. Mit einigen Variationen beschäftigt auch unsere dritte Mau-Mau-Lektion. Aber zurück zu unseren standardmäßigen Effektkarten:

Übersicht Effektkarten beim Mau-Mau
Das sind alle Effektkarten bei Mau-Mau nach Rang gruppiert.

Spielt dein Vorgänger eine Sieben, musst du zwei Karten ziehen. Du kannst den Effekt mit einer weiteren Sieben an den nächsten Spieler weiterreichen. Das geht, bis alle Siebenen gelegt sind. Für jede weitere Sieben müssen zwei Karten gezogen werden. Im schlimmsten Fall also acht Karten.

Bei einer Acht muss der nächste Spieler aussetzen. Im Spiel zu zweit bist du dadurch automatisch noch einmal dran.

Einen Buben kannst du mit einer einzigen Ausnahme auf jede beliebige Karte legen, wenn du dran bist. Die Ausnahme betrifft andere Buben: Bube auf Bube ist nicht erlaubt! Wer einen Buben legt, darf sich eine Kartenfarbe wünschen, die als Nächste bedient werden muss und der Wunsch bleibt solange bestehen, bis er erfüllt wurde.


Taktiken zum Ablegen

Die Taktiken bei Mau-Mau sind teilweise von der Spielerzahl abhängig. Im Spiel zu zweit kannst du viel besser einschätzen, welchen Effekt deine Karten für dich im nächsten Zug haben werden. Das werden wir in Zukunft ebenfalls in den Mau-Mau-Lektionen beleuchten. Aber es gibt ein paar Faustregeln, die allgemein weiterhelfen.

Hohe Karten zuerst

Eine Richtlinie sind die Punkte der Karten. Man kann nicht immer gewinnen und für den Fall, dass am Ende Minuspunkte zählen muss, macht es Sinn, diese möglichst gering zu halten. Also solltest du die teuren Karten möglichst schnell loswerden, solange es in deiner Hand liegt!


Heb dir einen Buben auf

Da der Bube die meisten Punkte mit sich trägt, will mancher ihn auch schnell loswerden. Andererseits schwören einige Spieler darauf, zuerst alle regulären Karten abzuwerfen, da die Acht und vor allem der Bube starke Karten fürs Spielende sind. Es wird sogar dazu geraten, auch mal eine Karte zu ziehen, statt einen Buben zu opfern, wenn man nur einen auf der Hand hat. Das empfehlen wir nur auf eigene Gefahr und auf keinen Fall mehrmals hintereinander! Über den Umgang mit allen Effektkarten kannst du mehr in unserer zweiten Lektion weiterlesen .

Unterstütze dich selbst

Vor allem im Spiel zu zweit lohnt es sich, Karten zu spielen, die dir selbst eine Grundlage für weitere Züge bieten. Das heißt, du hast entweder mehr von der gleichen Farbe oder mehr vom gleichen Rang auf der Hand. Denn sonst fährst auch du dich fest, wenn dein Gegner nicht ablegen kann. Bei mehr als zwei Spielern kann diese Taktik schon wieder weniger effektiv sein. Einen Versuch ist sie, wenn es um die Kartenfarbe geht, aber trotzdem wert. Denn wenn deine Farbe wieder bei dir ankommt, hast du dir erfolgreich den nächsten Zug gesichert. Du kannst aber auch eher an den Faustregeln hohe Karten zuerst und einen Buben aufheben orientieren und ansonsten ganz nach Bauchgefühl spielen.

Mau-Mau-Spielfeld - Ass wählen
Beide Asse in der Hand könntest du abwerfen. Das Karo-Ass lohnt sich eher. Wenn deine Mitspieler Karo bedienen, kannst du selbst sicher ablegen. Bei drei Spielern ist das aber nicht garantiert.

Mit diesen drei Faustregeln bist du schon einmal gut vorbereitet. Nun geht es auf in den Mau-Mau Palast, um sie live auszuprobieren! Und wenn du im Spiel einmal die Orientierung verlieren solltest, bringt dich die Hilfe im Spiel weiter. Klicke einfach auf das Fragezeichen am oberen Bildschirmrand. Viel Spaß!